Psychotherapie von Wahn und Halluzinationen – Rückblick, Einblick, Ausblick

Referentin: Lincoln Tania
Leiterin des Arbeitsbereichs Klinische Psychologie und Psychotherapie Universität Hamburg

“Die letzten Jahrzehnte haben das Verständnis von psychotischen Störungen grundlegend verändert. Zunächst wurde mit der Vorstellung aufgeräumt, dass es sich bei psychotischem Erleben um etwas gänzlich Fremdes handele, das mit normalpsychologischen Theorien nicht erklärbar und psychotherapeutisch nicht behandelbar sei. Seither ist man dabei, ein immer besseres Verständnis der psychologischen Mechanismen zu erlangen, die der Entstehung und Aufrechterhaltung psychotischer Symptome zu Grunde liegen. Dieses Wissen wird nun nach und nach in psychotherapeutische Interventionen übersetzt. In dem Vortrag wird zunächst die kognitive Therapie von Wahn und Halluzinationen vorgestellt, sowie die kognitiven Erklärungsmodelle, auf denen sie basiert. Diese Interventionen haben inzwischen eine breite Evidenzbasis und werden in verschiedenen Leitlinien empfohlen. Im zweiten Teil des Vortrags zeigt Frau Prof. Lincoln, ausgehend von neuen Erkenntnissen zu psychologischen Mechanismen der Entstehung und Aufrechterhaltung von Wahn und Halluzinationen, weitergehende therapeutische Ansatzpunkte auf. Zu diesen gehören bei Wahn insbesondere die Arbeit an Sicherheitsverhalten, Emotionsregulation und meta-kognitiven Denkprozessen. Neuere Entwicklungen bei Halluzinationen beinhalten die Arbeit an den Interaktionsmustern mit den „Stimmen“, auch unter Einbezug digitaler Technologie.”

Programm & Einwahldaten für Online-Teilnahme mittels Microsoft-Teams; Vorabanmeldung nicht notwendig
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und

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Juli 10 @ 16:00
16:00 — 17:30 (1h 30′)

Online

Vortrag