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Mitgliederrundbrief Nr. 17

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Angehörige,

wie in unserem Mitgliederrundbrief Nr. 16, Januar 2009, angekündigt, finden Sie in diesem Schreiben als Anlage die Einladung zum 34. Landestreffen am 25. April 2009 in Heidelberg-Kirchheim.

Wir haben mit Herrn Prof. Dr. Weisbrod und Frau Dr. Pitschel-Walz. kompetente Referenten gefunden, die Ihnen in leicht verständlicher Form für uns Angehörige psychisch Kranker zentrale Fragen erläutern sowie mögliche Hilfen und Lösungen anbieten werden. Willkommen sind beim Landestreffen ebenfalls natürlich alle Personen, die sich für die Sorgen und Nöte der Angehörigen psychisch Kranker interessieren.

Nach dem Mittagessen findet die gesetzlich vorgeschriebene Mitgliederversammlung statt, zu der wir alle Mitglieder sehr herzlich einladen. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele von Ihnen auf dieser Versammlung mit Anregungen und Verbesserungsvorschlägen die Arbeit des Vorstandes unterstützten, damit dieser noch besser als bisher Ihre Interessen vertreten kann. Wenn Sie die Versammlung über einen Antrag abstimmen lassen wollen, dann reichen Sie diesen bitte bis zum 17. April 2009 bei der Geschäftsstelle ein.

Hinweisen möchten wir auch auf die folgenden beiden Veranstaltungen, die der Landesverband Baden-Württemberg der Angehörigen psychisch Kranker für Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher sowie deren Vertreter und interessierte Mitgliedern organisiert: Zum einen findet am 4. Juli 2009 in Stuttgart ein Gruppensprechertreffen statt, bei dem u. a. über die gesetzliche Betreuung berichtet und diskutiert werden soll, zum anderen ist vom 2. bis 4. Oktober 2009 in Schwäbisch Gmünd eine Klausurtagung, auf der das Thema „Arbeit für psychisch Kranke“ im Vordergrund steht. Für beide Veranstaltungen erhalten die Gruppensprecher rechtzeitig gesonderte Einladungen.

Hinweisen möchten wir außerdem auf die Schwerpunktkur für Mütter und Ehefrauen von psychisch kranken Angehörigen in Bad Wurzach vom 16.09. – 07.10.2009. In den vergangenen Jahren haben sich dort Mütter oder Partnerinnen von psychisch Kranken gut regenerieren können. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Trägerverein Evangelische Mütterkurheime in Württemberg e.V., Gymnasiumstrasse 36, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/ 2068-240, E-Mail: info@muettergenesung-kur.de, der Ihnen alle notwendigen Informationen liefert.


Merkblatt zu Versicherungen: Der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. hat in Zusammenarbeit mit dem Union Versicherungsdienst ein Merkblatt zu Versicherungen für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen herausgegeben. Die Broschüre gibt einen umfassenden Überblick zu allen wichtigen Versicherungsarten und geht dabei ausführlich auf Besonderheiten für Menschen mit Behinderungen ein. Die Ratschläge können helfen, besondere Risiken abzudecken. Enthalten sind außerdem auch Hinweise zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Das Merkblatt ist auf den Internetseiten des Verbandes unter www.bvkm.de in der Rubrik „Recht und Politik“ kostenfrei abrufbar oder über die Geschäftsstelle des Landesverbandes Bayern der Angehörigen psychisch Kranker (Telefon 089/51086325) zu beziehen.


Erhöhtes Herzerkrankungsrisiko bei psychisch Kranken: Schon länger ist bekannt, dass Schizophrenie-Kranke ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko haben, und zwar vermutlich sowohl durch die Krankheit selbst als auch durch unerwünschte Wirkungen von Medikamenten. Bei Verlaufskontrollen sollten Ärzte deshalb immer auch kardiovaskuläre Risikofaktoren im Auge behalten. Epidemiologischen Studien zufolge haben Patienten mit Schizophrenie oder schweren bipolaren Störungen im Vergleich zur Normalbevölkerung eine im Schnitt um 25 Jahre verkürzte Lebenserwartung. Außer der erhöhten Suizidrate ist es vor allem das ungünstige kardiovaskuläre Risikoprofil, das diesen Patienten Lebensjahre kostet. (Quelle: Ärztezeitung)


Uni- und bipolare Depression können unterschieden werden: „Zum einen gibt es Patienten, bei denen sich depressive Phasen langsam, über mehrere Wochen einschleichen. Zum anderen gibt es aber auch Patienten, die den Beginn einer depressiven Episode oft auf die Stunde genau angeben können, und das unabhängig von äußeren auslösenden Faktoren“, erläutert Prof. Dr. U. Hegerl von der Universität Leipzig und Sprecher des Kompetenznetzes Depression. Dies fanden Forscher heraus, die die Geschwindigkeit des Beginns depressiver Episoden erstmals systematisch untersuchten. Ein abrupter Depressionsbeginn ist typisch für eine bipolare, nicht aber für eine unipolare affektive Störung. (Quelle: Ärztliche Praxis)


Lesetipp: Bei Familie Beitler ist alles etwas anders als bei anderen Familien, seit bei Helene Beitler Schizophrenie diagnostiziert wurde. Die Ehe wurde damals auf eine harte Probe gestellt, doch sie hat gehalten. Auch als der Sohn im Teen-ageralter psychotisch wurde, hielt die Familie zusammen und stellte sich den Herausforderungen, indem sie die Betreuung des Sohnes übernahm. Ihre Erfahrungen mit dieser „verrückten“ Familie haben Helene und Hubert Beitler in diesem Buch zusammengetragen. Darin beschreiben sie anschaulich und mit vielen Beispielen, wie psychotische Krisen miteinander bewältigt werden können. Das Buch ist im BALANCE buch+medien Verlag erschienen und kostet 14,95 € (ISBN 978-3-86739-023-1).


Nun hoffen wir, dass möglichst viele von Ihnen zum Landestreffen nach Heidelberg-Kirchheim kommen können und wünschen Ihnen bis dahin alles Gute!

Für den Vorstand:

Paul Peghini und Hermann Villinger



Anlagen:
Einladung zum Landestreffen in Heidelberg mit Anmeldekarte

 

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